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Chronik


Chronik der FFW Heringen / Wölfershausen
Gründung 1926-1931 | 1932-1950 | 1951-1965 | 1966-1982 | 1983-2000 | 2001-2005


Gründung 1926-1933

Am 15.01.1926 wurde aus der bis dahin bestehenden Pflichtfeuerwehr die FFW Wölfershausen von unserem damaligen Müllermeister und erstem Wehrführer Ludwig Mohr und den Kameraden Heinrich Ehling, Karl Harz, Joseph Pfeffer, Karl Brandt, Johannes Pfaff, Adam Beyer, Georg Daube und Adam Wenk gegründet. Im gleichen Jahr kamen noch weitere 18 Kameraden hinzu. Heinrich Möller, dem einzigen noch lebenden Feuerwehrmitglied aus der Gründerzeit, wurde von seiten des Feuerwehrvereines im Januar 2001, zur 75jährigen Mitgliedschaft in der Freiwilligen Feuerwehr Wölfershausen, eine Ehrung zuteil.


1932-1950

Ludwig Mohr war bis einschließlich 1932 Wehrführer und wurde im Jahre 1933 von Heinrich Ehling, der die Wehr bis 1945 leitete, abgelöst. 1939 kam es durch den Krieg bedingt fast zum Erliegen der Feuerwehr, die Löscharbeiten während der Kriegsjahre wurden, wie überall, zum überwiegenden Teil von Frauen und Jugendlichen durchgeführt. Beim Einzug der Amerikaner im Jahre 1945 hatten diese Frauen und Jugendlichen in Wölfershausen viel zu tun, es gab zahlreiche Häuser, Stallungen und Scheunen, die zum Teil bis auf die Grundmauern niederbrannten. 1946 wurde die Wehr von den aus dem Krieg heimkehrenden Wehrmännern wieder neu aufgebaut und unter der Leitung von Peter Münzel bis zum Jahre 1951 weiter geführt.



1951-1965

Im Januar 1951 wurde Fritz Reichhardt als neuer Wehrführer gewählt, dieser leitete die Wehr bis 1964. In seine Amtszeit fiel 1956 der Umzug in das jetzige Gerätehaus, die Anschaffung des 1. Löschfahrzeuges im Jahre 1962, mehrere Waldbrände, Zimmerbrände und drei Großbrände in den Jahren 1958 und 1959 in Wölfershausen und 1964 auf dem Kaliwerk Wintershall, ferner die Teilnahme an Leistungswettkämpfen und viele Feuerwehrveranstaltungen. Zur Erinnerung sei hier einmal als Beispiel eine Veranstaltung aus dem Jahr 1952 genannt. Die Feuerwehrkapelle Bad Hersfeld kostete für einen Abend 220,--DM, die Eintrittspreise lagen bei 0,50 DM für Verheiratete, für Ledige war 1,-- DM vorgesehen. Der Kaffee wurde von den Frauen mitgebracht und selbst gekocht, der Wirt hatte hierfür das kochende Wasser bereitzustellen und auf 8 Feuerwehrkameraden kam eine Flasche Schnaps. Es gab zu seiner Amtszeit aber noch etwas besonderes, nämlich einen Botenjungen. Dieser erhielt im Jahr 25,-- DM, später dann 35,-- DM. Die Freiwillige Feuerwehr Wölfershausen ist stolz auf ihre Botenjungen und ganz besonders auf einen, der einst Bürgermeister der Stadt Heringen war.



1966-1982

Als im Jahre 1965 Otto Wiedemann die Leitung der Freiwilligen Feuerwehr Wölfershausen übernahm, waren 30 Feuerwehrkameraden im aktiven Dienst tätig. Unter der Regie von Otto Wiedemann wuchs die Wehr auf 47 aktive Feuerwehrkameraden an und es wurde auch weiterhin an Leistungswettkämpfen teilgenommen. 1972 wurde das alte Löschfahrzeug durch einen Ford Transit, der mit Zubehör 12.375 DM kostete, ersetzt. 1978 erfolgte die Freundschaftsgründung mit der Freiwilligen Feuerwehr Saarlouis-Picard und 1979 wurde eine Jugendfeuerwehr gegründet, die 1994 mangels interessierten Nachwuchses still gelegt wurde. 1981 wurde die Freiwillige Feuerwehr eingetragener Verein. Natürlich gab es in der Dienstzeit von Otto Wiedemann bis 1983 auch Einsätze, hier dürfte das Jahr 1979 mit dem Großbrand der Scheune und der Stallungen des Landwirtes Katzmann herausragend sein und das Jahr 1982 mit 8 Brandeinsätzen wohl an der Spitze stehen.



1983-2000

Am 12. März 1983 löste Gerhard Schlegaites den bisherigen Wehrführer Otto Wiedemann, der Stadtbrandinspektor wurde, ab. 1987 erfolgte in Eigenleistung der Umbau des Feuerwehrgerätehauses und das alte Löschfahrzeug wurde durch ein LF8 ersetzt. Besonders gefordert wurde die Wehr beim Großbrand auf dem Kaliwerk Wintershall im Jahr 1987. Es fanden ferner zahlreiche Veranstaltungen und Fahrten zur Partnerschaftswehr nach Saarlouis statt. Gerhard Schlegaites stellte sein Amt aus privaten Gründen 1991 zur Verfügung. Seit dem 25.01.1991 wurde die Wehr von Wehrführer Roland Schneider geleitet. Von September 1994 bis 1996 erfolgte, zum überwiegenden Teil in Eigenleistung, der Hallenanbau an das alte Gerätehaus. An Einsätzen waren mehrere technische Hilfeleistungen und ein Großbrand im Jahre 1993 in Heringen, ein Zimmerbrand und mehrere Kleinbrände zu verzeichnen.


2001-2005

Anfang 2002 erfolgte dann der Zusammenschluss der aktiven Feuerwehrmitglieder Bengendorf und Wölfershausen. Hier ergab sich eine gute Chance zum Zusammenwachsen zweier ehemals unabhängiger Wehren, denn die Kameradschaft und die Zusammenarbeit waren bisher gut verlaufen. Im Juni gleichen Jahres feierte die Wehr ihr 75 jähriges Jubiläum. Im September brannten ca. 300 Rundballen bei dem Landwirt Zinn. Seit März 2003 ist Lutz Zimmermann neuer Wehrführer. In diesem Jahr hatte die Wehr 5 Einsätze davon 2 Waldbrände. 2004 wurde das Gerätehaus erneut in Eigenleistung umgebaut. Die Toiletten und der Schulungsraum wurden modernisiert. Einsätze gab es wiederum 5 Stück. Ein Großbrand im Sägewerk Licht in Herfa, einen Schornsteinbrand und drei technische Hilfeleistungen. Dieses Jahr (2005) startete mit einem Zimmerbrand am zweiten Januar, ausgelöst durch einen Adventskranz.



Kommentar:
"In unserer Zeit, wo die Anforderungen an die Feuerwehren ständig steigen und gleichzeitig immer weniger junge Menschen bereit sind, einen Teil Ihrer Freizeit für ehrenamtlichen, unentgeltlichen Dienst zum Wohle der Bevölkerung für die Feuerwehr herzugeben, ist ein Umdenken aller Feuerwehrkameradinnen- und Kameraden unserer Stadt dringend erforderlich, denn nicht nur eine Wehr ist eine städtische Einrichtung, sondern alle Wehren sind städtische Einrichtungen.Mit ein bisschen gutem Willen, ein aufeinander zugehen kann man vieles zum positiven hin verändern. Man erhält dann eine bessere Zusammenarbeit, eine bessere Kameradschaft untereinander. Mit gegenseitigem Mißtrauen und Ignoranz gibt es keine Zukunft!"